Warum es keine pauschale Antwort gibt
Zwei Projekte mit demselben Namen, etwa “internes Tool” oder “Auftragsverwaltung”, können völlig unterschiedliche Aufwände bedeuten. Individualsoftware ist per Definition kein Produkt von der Stange, deshalb lässt sich der Preis auch nicht wie bei einem Produkt von der Stange in einer Tabelle nachschlagen.
Was die Kosten wirklich treibt
Der größte Faktor ist der tatsächliche Funktionsumfang, nicht die erste Version, die meist überschaubar wirkt, sondern das, was in den Wochen danach dazukommt. Dazu kommt, wie viele bestehende Systeme angebunden werden müssen, etwa ein ERP oder eine Buchhaltungssoftware, und wie sauber deren Schnittstellen dokumentiert sind. Und schließlich, welches Team das Projekt braucht, von Architektur über Entwicklung bis zum späteren Betrieb.
Warum eine Zahl ohne Kontext irreführend ist
Ein Festpreis setzt voraus, dass der Funktionsumfang zu Beginn vollständig feststeht. Bei den meisten Individualsoftware-Projekten ist das nicht der Fall, die Anforderungen werden erst klarer, sobald ein erster funktionierender Ausschnitt läuft. Eine Zahl, die das ignoriert, ist entweder geraten oder mit einem Puffer für das Unbekannte kalkuliert, den am Ende du bezahlst.
Wie du zu einer echten Einschätzung kommst
Eine seriöse Zahl setzt voraus, dass jemand dein Projekt und deine Systemlandschaft kennt. Genau dafür gibt es das kostenlose Architektur-Review: Du bekommst eine ehrliche Einschätzung des Aufwands für dein konkretes Vorhaben, unabhängig davon, ob danach ein Auftrag entsteht.