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Cloud-Migration: Kosten, Ablauf, Risiken

Die echten Kostentreiber, der tatsächliche Ablauf und die Risiken einer Cloud-Migration, ohne erfundene Preisangaben.

Andreas Neugebauer··4 Min. Lesezeit
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Abstrakte isometrische Illustration eines gestapelten Blocks, der über eine fließende Verbindungslinie mit einer abgerundeten Zielplattform verbunden ist.

Auch hier gibt es keine pauschale Zahl

Genau wie bei Individualsoftware ist “Was kostet eine Cloud-Migration?” eine Frage ohne pauschale Antwort. Aber die Faktoren, die den Aufwand treiben, lassen sich sehr wohl benennen, und genau die schauen wir uns hier an, zusammen mit dem tatsächlichen Ablauf und den echten Risiken.

Was die Kosten wirklich treibt

Größe und Kopplung des Systems

Ein System mit klar getrennten Diensten lässt sich einfacher migrieren als ein monolithisches System, bei dem alles mit allem verdrahtet ist. Je enger die Kopplung, desto mehr muss bei der Migration gleichzeitig betrachtet werden, weil sich einzelne Teile nicht isoliert bewegen lassen.

Wie viel sich automatisieren lässt

Manche Migrationsschritte lassen sich als Infrastruktur-Code abbilden und wiederholbar ausführen. Andere Teile, vor allem bei handgepflegten Servern, deren Konfiguration nur eine Person im Kopf hat, müssen erst manuell rekonstruiert werden, bevor überhaupt automatisiert werden kann. Dieser Rekonstruktionsaufwand wird in ersten Einschätzungen häufig unterschätzt.

Toleranz für Ausfallzeit

Ein System, das keine Ausfallzeit verträgt, braucht eine vorsichtigere, in mehr Schritte zerlegte Migration mit Rollback-Möglichkeit an jedem Punkt. Ein System, bei dem ein geplantes Wartungsfenster akzeptabel ist, kann schneller und mit weniger Zwischenschritten migriert werden. Diese Entscheidung wirkt sich direkt auf den Aufwand aus.

Compliance und Datenresidenz

Wenn Daten aus regulatorischen Gründen einen bestimmten Standort nicht verlassen dürfen, oder wenn Nachweise über die Datenverarbeitung erbracht werden müssen, schränkt das die Wahl der Zielumgebung ein und erhöht den Dokumentationsaufwand während der Migration.

Wie der Ablauf tatsächlich aussieht

Am Anfang steht das Zielbild: Wir legen fest, welche Cloud-Umgebung zu deinem System und deinem Budget passt. Das ist keine pauschale Empfehlung für einen bestimmten Anbieter, sondern eine Entscheidung, die von deinem konkreten System abhängt.

Danach die Migration selbst: Wir überführen Dienste und Daten in kontrollierten Schritten, mit einer Rollback-Möglichkeit an jedem Punkt. Kein einzelner großer Umschalttermin, an dem alles gleichzeitig funktionieren muss.

Dann die Automatisierung: Wir richten Infrastruktur als Code ein, damit Umgebungen reproduzierbar werden, statt weiterhin manuell gepflegt zu werden. Ab diesem Punkt lässt sich jede Umgebung aus Code neu aufbauen.

Zuletzt der Betrieb: Wir übergeben ein System mit Monitoring, Alarmierung und klaren Abläufen für den laufenden Betrieb, nicht nur eine migrierte, aber unbeobachtete Infrastruktur.

Warum die Reihenfolge der Schritte selbst ein Kostenfaktor ist

Ein Punkt, der in ersten Gesprächen selten zur Sprache kommt: Die Reihenfolge, in der Zielbild, Migration und Automatisierung ablaufen, beeinflusst die Kosten mindestens so stark wie die Systemgröße selbst. Wird zuerst migriert und erst danach automatisiert, entsteht in der Zwischenzeit eine neue Umgebung, die wieder manuell gepflegt werden muss, mit denselben Risiken wie die alte Infrastruktur, nur an einem neuen Ort. Deshalb ziehen wir Infrastruktur als Code so früh wie möglich in den Ablauf, statt sie als nachträglichen Schritt zu behandeln.

Die echten Risiken, und was dagegen hilft

Datenverlust während der Umstellung ist das offensichtlichste Risiko, und der Grund, warum wir in kontrollierten Schritten mit Rollback-Möglichkeit migrieren, statt in einem einzigen Sprung. Wenn ein Schritt nicht wie erwartet läuft, lässt er sich zurückdrehen, bevor Daten verloren gehen.

Das zweite Risiko sind Kostenüberraschungen nach der Migration, wenn Cloud-Ressourcen ungenutzt weiterlaufen oder falsch dimensioniert sind. Infrastruktur als Code macht sichtbar, was tatsächlich läuft, statt dass ungenutzte Ressourcen unbemerkt weiterlaufen.

Das dritte Risiko ist Anbieterbindung, wenn eine Migration so eng an die Eigenheiten eines bestimmten Anbieters gebaut wird, dass ein späterer Wechsel praktisch unmöglich wird. Dokumentierte, versionierte Infrastruktur als Code hält diese Bindung sichtbar und begrenzt, statt sie in proprietären Konfigurationen zu verstecken, die niemand mehr nachvollziehen kann.

Was am Ende steht

Am Ende steht ein System, dessen Infrastruktur sich aus Code neu aufbauen lässt, mit Runbooks für Deployment, Monitoring und Incident-Reaktion, und Zugängen und Dokumentation, die euch gehören. Niemand muss mehr im Kopf behalten, wie ein Server konfiguriert war.

Wenn eure Infrastruktur heute auf Servern läuft, die im Grunde nur eine Person versteht, ist das kein Technikproblem, sondern ein Betriebsrisiko, das mit jedem Tag bestehen bleibt, an dem nichts passiert. Cloud-Migration ist der Weg, dieses Risiko in etwas zu verwandeln, das euer ganzes Team tragen kann.

Häufige Fragen

Die gängigen Anbieter. Welcher zu dir passt, klären wir im Zielbild, abhängig von deinem System und deinen Anforderungen.

Wir migrieren in kontrollierten Schritten mit Rollback-Möglichkeit, um Ausfallzeiten zu minimieren und beherrschbar zu halten.

Sie bleibt so lange bestehen, bis die neue Umgebung den vollen Betrieb zuverlässig trägt.

Ja, im Rahmen einer Engineering-Partnerschaft, oder du übernimmst mit der vollständigen Dokumentation selbst.

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